Ausstellernews Swiss Plastics 2010

IE Plast Engineering
Der Spezialist für die Kunststoffindustrie

Die IE Plast Engineering ist ein Bereich der IE Group Zürich AG mit Sitz in Zürich. Das Netzwerk der IE Firmen erstreckt sich über die Standorte Zürich, Genf und München. Innerhalb der Industrie fokussiert die IE die Branchen Kunststoff, Nah- rungsmittel, Druck & Medien, Maschinen-/Anlagebau und Life Science.

IE Plast Engineering

Industriebauwissen und Branchenspezialisierung
Die IE Plast Engineering kennt die Bedürfnisse der Kunststoffindustrie und besitzt die Erfahrung und die Methodik gemeinsam mit dem Kunden individuelle Gesamt- lösungen zu entwickeln, zu planen und zu realisieren. Industriebauwissen wird mit dem Branchenwissen unter der Berücksichtigung der relevanten Schnittstellen verknüpft.

Geplant wird von innen nach aussen
Jedes Bauvorhaben wird von innen nach aussen geplant. Am Anfang steht nicht das Gebäude im Vordergrund, sondern Faktoren wie Standort, Wirtschaftlichkeit, Waren- und Personenflüsse, Logistik und Technologien – sie beeinflussen den Entwicklungsprozess massgeblich mit. In klar abgegrenzten Projektschritten reali- siert die IE Plast Engineering Ihr Bauvorhaben und übernimmt Garantien für Qualität, Kosten, Termine und Funktion.

Der Kundenmehrwert
Das Vorgehen der IE trägt wesentlich zur Projekt-, Realisierungs- und zur Kostensicherheit bei. Durch die Effizienzsteigerung der Abläufe, Verkürzung der Durchlaufzeiten sowie tiefe Gebäudeunterhalts- und Betriebskosten wird für den Kunden ein Mehrwert geschaffen. Mit einem flexiblen und veränderbaren Pro- duktions- und Gebäudelayout kann der Kunde schnell und kostengünstig auf künftige Marktveränderungen reagieren.

Zahlen und Fakten der IE Group
Anzahl Mitarbeiter: 70
IE Gründungsjahr: 1966
Inhaber: Mitarbeiter der IE
Ansprechperson: Percy Limacher


Wandlungsfähigkeit als strategischer Erfolgsfaktor - Die Fabrik macht mobil
Einst zeugten gigantische Backsteingebäude und rauchende Schlote von der Hochblüte des industriellen Zeitalters. Stolz, gigantisch und unver- rückbar ragten die Kathedralen der Industriearchitektur in den Himmel. Ihre Zeit ist längst abgelaufen. Die Fabrik von heute und morgen erfindet sich immer wieder neu und steigert ihre Produktivität durch Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit.

IE Plast Engineering - Blick in die neue Produktionshalle der Mowag GmbH
Blick in die neue Produktionshalle der Mowag GmbH

Früher war manches einfacher. Die Unternehmer der Gründergeneration des industriellen Zeitalters setzten Produktivität gleich mit Fliessbandproduktion. Für sie bedeutete Produktivität die Erzeugung von möglichst vielen und möglichst gleichartigen Produkten in möglichst kurzer Zeit. Der Ansatz war revolutionär und hatte auf sozialer Ebene eine mehrschichtige Dimension. Zum einen verbilligte die Fliessbandproduktion die Produkte und machte diese auch für untere soziale Schichten erschwinglich. Die Kehrseite war die Auswirkung auf die Arbeitsqualität: Die – notabene schlecht bezahlten – Arbeiter verrichteten an den Fliessbändern von früh bis spät und über Jahr und Tag die immer gleichen monotonen Handgriffe aus. Charly Chaplins Modern Times lassen grüssen.

Einen ersten Höhepunkt erlebte die industrielle Fliessbandproduktion in den Zwan- zigerjahren des letzten Jahrhunderts in den Hallen der Ford Motor Company: Zwischen 1908 und 1928 rollten rund 15 Millionen Exemplare des legendären Modells T, liebevoll Tin Lizzy genannt, von den Fliessbändern. Während all dieser Jahre wurde das Grundkonzept dieses Automobils kaum verändert, und Ford bot nur wenige Varianten an.

Abschied von der Massenproduktion
Im 21. Jahrhundert können die Unternehmer der produzierenden Industrie mit Standorten in den hoch entwickelten Ländern von jenen paradiesischen Zeiten nur träumen. Die Dauer der Vermarktungsfähigkeit eines Automobils ist mittlerweile auf sechs bis maximal acht Jahre gesunken. Dieser Trend hat auch viele andere Branchen erfasst. Das immer weiter zunehmende Bedürfnis nach Innovation in den Märkten und der permanente technologische Fortschritt zwingen Industrien mit hohem Wertschöpfungspotenzial dazu, sich immer wieder neu auszurichten. Sie sind getrieben von immer kürzeren Innovationszyklen und einer ständig wach- senden Nachfrage nach Individualisierung von Produkten und flankierenden Dienstleistungen, letztere beispielsweise im logistischen Bereich. Das sind jedoch lediglich die Herausforderungen in wirtschaftlich guten Zeiten. Geht es mit der Gesamtwirtschaft bergab, können in kurzer Zeit ganze Absatzmärkte einbrechen, was Unternehmen mit einseitiger Ausrichtung – sprich Klumpenrisiko – exi- stenzbedrohende Probleme bescheren kann. Je nach Branche liegt eine mögliche Überlebenschance in der Diversifikation. Doch das ist schneller gesagt als getan, wenn die Produktion auf starren Konzepten beruht, die bezüglich der Produk- tionsmittel, der Zuführsysteme und der räumlichen Gegebenheiten keine oder nur marginale Anpassungen zulassen.

Der Unternehmer – Revolutionär von Berufs wegen
Der Ruf nach Flexibilität in der Produktion ist nicht neu. Vielmehr ist der Drang nach Veränderung ein charakteristisches Merkmal des Unternehmers oder Entrepreneurs schlechthin. Bereits zu Beginn des vorletzten Jahrhunderts definierte
der französische Ökonom Jean Baptiste Say die Rolle des Unternehmers mit der Aussage, dass die Funktion des Entrepreneurs darin liege, ökonomische Ressour- cen aus dem Bereich der niedrigen in den Bereich höherer Produktivität zu verschieben und so einen grösseren Ertrag zu erwirtschaften. Say erkannte also bereits in der Geburtsstunde der industriellen Ära, dass die Veränderungsfähigkeit der ökonomischen Ressourcen ein Schlüsselfaktor zur Steigerung der Produktivität sein müsse.

IE Plast Engineering - Neubau Produktionshalle der Georg Utz AG
Neubau Produktionshalle der Georg Utz AG

Ein gutes Jahrhundert nach Say doppelte der deutsche Nationalökonom Josef A. Schumpeter nach: Aufgabe des Entrepreneurs sei es, Produkte und Prozesse zu reformieren oder zu revolutionieren, sei es durch den Einsatz neuer Erfindungen, Herstellungsverfahren, Organisationsformen, Erschliessung neuer Märkte oder an- derer die Ökonomie vorantreibenden Möglichkeiten. Schlägt man von den Theo- rien Says und Schumpeters die Brücke zur unternehmerischen Realität, zieht man ganz automatisch den Schluss, dass Veränderung oder gar Revolution nur in einem veränderbaren Produktionsumfeld möglich ist. Spätestens an den für die Ewigkeit gebauten Fabrikmauern, den fest zementierten Gebäudestrukturen und der Unverrückbarkeit der Raum- und Gebäudetechnik ist der unternehmerische Traum von Innovation durch Veränderung ausgeträumt.

Das Zauberwort heisst Wandlungsfähigkeit
Die Botschaft an die Planer von Gebäuden für die industrielle Produktion ist unmissverständlich: Ihre Aufgabe muss es sein, Fabrikkonzepte zu entwickeln, die Veränderungs- und Erneuerungsprozesse zulassen und der unternehmerischen Initiative den Weg bereiten. Wandlungsfähigkeit ist gefragt. Im Kontext mit Indus- triegebäuden definiert der deutsche Ingenieur und Logistikexperte Prof. H.P. Wiendahl Wandlungsfähigkeit als taktische Fähigkeit einer Fabrik, sich auf allen Strukturebenen auf eine andere Produktfamilie reaktiv oder produktiv umzustellen und die Produktionskapazitäten zu verändern. Diese Anforderung setzt voraus, dass das Gebäudekonzept auf allen Strukturebenen strukturelle Eingriffe zulässt und zwar in die Produktions- und Logistiksysteme, in die Gebäudestrukturen und deren Einrichtungen sowie in die Aufbau und Ablauforganisation. Strukturelle Eingriffe berühren den Nerv des Unternehmens. Sie betreffen die Position im lokalen Wirtschaftsraum, also den Standort, die Anordnung der Werksgebäude, der Betriebsbereiche und der Produktionseinheiten sowie die Betriebsmittelstruk- tur, das heisst die Aufstellung der Maschinen.

Wiendahl definiert fünf Schlüsselfaktoren für die Wandlungsfähigkeit des Produk- tionsunternehmens:

1. Mobilität
Nur durch Gewährleistung der Beweglichkeit bestimmter Elemente der Gebäude- technik und -einbauten kann die Fabrik unter Wiederverwendung dieser Elemente grundlegend umgestaltet werden. Ansatzpunkte sind beispielsweise Verschrau- bung statt Verschweissen, die Ablösbarkeit von Fassadenelementen oder flexible Raumabgrenzungen.

2. Modularität
Modular konzipierte Elemente der Gebäudetechnik erlauben es, Gebäudestruk- turen und deren Einbauten ohne grossen Aufwand zu rekonfigurieren und auf veränderte Anforderungen auszurichten. Voraussetzung für die Modularisierung von Raum und Gebäudetechnik ist die systematische Trennung der Primärstruktur mit Tragwerk und Hülle von der Sekundärstruktur, die den Ausbau umfasst.

3. Skalierbarkeit
Strategische Raumreserven, Etappierbarkeit und Erweiterbarkeit unterstützen die Atmungsfähigkeit der Fabrik, die sich möglichst kurzfristig auf neue Marktent- wicklungen einstellen will.

4. Kompatibilität
Eine hohe Kompatibilität der gebäudetechnischen und räumlichen Elemente schafft Spielraum für die Gestaltung der Layouts von Produktions- und Logistikpro- zessen. Die wichtigsten Kriterien sind Stützenfreiheit, hoch liegende Medienver- sorgung und der Nutzungsgrad der Bodenbeläge.

5. Universalität
Funktions- und Nutzungsneutralität sind die Schlüssel für den langfristigen Schutz der Investition. Sie halten für die Zukunft alle Optionen offen. Zum Beispiel die konsequente Umsetzung eines Zonenkonzeptes. Zentrale Voraussetzungen sind durchgängige Nutzlasten, die aussen am Gebäude liegenden Vertikalerschlies- sungen und eine redundante Erschliessung des Areals.

Das Prinzip der Wandlungsfähigkeit gilt nicht zwingend für die Massenproduktion. Im Fokus stehen eher Fabriken, die in Hochlohnländern nur dann überlebensfähig sind, wenn sie mit qualitativ hochwertigen Erzeugnissen eine hohe Wertschöpfung erzielen. Dazu zählen gemäss Typologie von M.Schenk und S. Wirth in erster Linie die sogenannte «Hightech-Fabrik», die hochinnovative Produkte herstellt, die «variantenreiche Fabrik», die ein breites Produktspektrum anbietet, und insbeson- dere die «atmende Fabrik», die den Produktionsprozess konsequent auf die Nachfrageentwicklung ausrichtet.

IE Plast Engineering - Standortentwicklung der Emmi in Emmen
Standortentwicklung der Emmi in Emmen

Je höher die Wandlungsfähigkeit, desto höher die Produktivität
In welchem Ausmass die Schlüsselfaktoren der Wandlungsfähigkeit von Relevanz sind, hängt von der Branche ab. Das auf die Herstellung und den Vertrieb von Mehrwegprodukten für Lager und Transport spezialisierte Unternehmen Georg Utz AG legte beim Neubau seiner Produktionshalle grossen Wert auf eine einheitliche Nutzlast der Bodenplatte über die gesamte Produktionsfläche. So kann es seine Spritzgiessmaschinen unabhängig von deren Grösse und Gewicht jederzeit an jeden beliebigen Standort verschieben. Die Zufuhr von Strom, Wasser, Druckluft und Rohmaterial erfolgt über eine hoch gelegte Medienstrasse, deren Führung bei Bedarf modifiziert werden kann.

Beim Neubau des Produktionsgebäudes der auf die Herstellung von gepanzerten Radfahrzeugen für den militärischen Gebrauch spezialisierten Mowag GmbH in Kreuzlingen standen Flexibilität und Skalierbarkeit der Produktionsinfrastruktur im Zentrum des Anforderungskatalogs. Dies widerspiegelte sich im Masterplan, in dem beispielsweise die Verkehrswege und die Materialflüsse konsequent unter dem Aspekt der höchstmöglichen Flexibilität definiert wurden. Die Gebäudekon- zentration brachte eine Verringerung des Flächenverbrauchs um rund 30 Prozent. Dabei wurde die Areal und Gebäudestruktur so angelegt, dass das Unternehmen die Produktion jederzeit erweitern oder auf neue Marktbedürfnisse ausrichten kann. Ein Beispiel aus der Lebensmittelbranche ist die Emmi Schweiz AG. Im Masterplan für die Überbauung des Produktionsareals in Emmen bildete die Etappierbarkeit bei der Realisation der Produktions und Logistikgebäude einen wichtigen Schwerpunkt. Ein weiteres zentrales Anforderungskriterium war die Ausbaubarkeit der Produktionsanlagen bei minimalen Investitionen. Diese und viele weitere Industrieunternehmen, die über den Tag hinaus denken, haben sich eine Erkenntnis zu eigen gemacht, die den Industriebau der Zukunft massgeblich prägen wird: Je höher die gebäudetechnische Wandlungsfähigkeit eines Produk- tionsunternehmens, desto höher ist dessen Produktivität. Das Erkennungszeichen der modernen Fabrik ist nicht der rauchende Schlot, sondern eine durch die Funktion definierte HightechÄsthetik, die die Anpassungsfähigkeit des Unterneh- mens an seine Märkte zum Ausdruck bringt.

Firmenvideo

 


Besuchen Sie uns an der Swiss Plastics. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand.

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Ein Bereich der IE Group Zürich AG
Wiesenstrasse 7
CH – 8008 Zürich

Tel +41 (0)44 389 86 00

zuerich@ie-group.com
www.ie-group.com

 

 

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