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ONI-Wärmetrafo GmbH
Energiesparende-Systemlösungen für die Kunststoffverarbei-
tende Industrie

Mit offensivem Energiesparkonzept die Energiekosten ausbremsen
Bei Bauprofis in aller Welt steht der Name Hilti für Zuverlässigkeit und Sicherheit. Das Unternehmen hat sich  eine Spitzenstellung unter den weltgrößten Herstellern von Geräten und Systemen für die Bauindustrie erkämpft. Im Kerngeschäft Spitzenklasse trägt auch der sparsame Umgang mit Energie zum nachhaltigen Unternehmenserfolg bei. Dazu gehört neben effizienten Produkten und Systemen auch die Effizienz der eigenen Energieanlagen in der Produktion.

ONI-Wärmetrafo - Hilti Bild 1
Teilansicht der Kühlwasserversorgung für die Formkühlung der Spritzgießmaschinen mit Energiesparschaltung über eine Winterentlastung in der Hlti Kunststofftechnik GmbH (eingeklinkt: Akku Bohrhammer »TE4A36AVR«

Die Hilti Gruppe, mit Stammsitz in Liechtenstein, beliefert die Bauindustrie welt- weit mit technologisch führenden Produkten, Systemen und Dienstleistungen. Mit innovativen Lösungen für den Profi am Bau ist das Unternehmen heute in über 120 Ländern der Welt erfolgreich. Aber auch im Hinblick auf eine optimierte Energieeffizienz nimmt Hilti unter den großen Baugeräte­Herstellern eine he- rausragende Position ein. So betreibt man seit Jahren eine offensive Ener- giesparpolitik. Vorausschauend begegnet man damit den auch weiterhin zu erwartenden, steigenden Energiepreisen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und dadurch die Marktposition weiter ausbauen zu können. Gleich- zeitig will man aber auch zeigen, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Primärenergie sich nicht nur aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten lohnt, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zum aktiven Umweltschutz geleistet wird. Aktuell wurde bei der Hilti Kunststofftechnik GmbH in Nersingen, wo Befestigungsele- mente sowie Gerätekomponenten aus Kunststoff hergestellt werden, die Kühlenergieversorgung durch den Energiesparspezialisten ONI aus Lindlar auf den neuesten Stand energieeffizienter Technik gebracht.

Im Hilti­Werk in Nersingen ist die Produktion in zwei Bereiche aufgeteilt und wird über zwei getrennte Netze mit Kühlwasser angefahren. Für die Versorgung der Spritzgießmaschinen wird ein klassisches Zweikreis­Kühlsystem eingesetzt. Für den Bereich der Formenkühlung wird ganzjährig eine Kühlwassertemperatur von 12 °C bereitgestellt und für die Hydraulikölküh­lung reicht, bedingt durch die gewählte Wär­meaustauschergeometrie, eine Kühlwasser­Vorlauftemperatur von 33 °C aus. Zusätzlich zu den Produktionsmaschinen werden von der Kühlanlage verschiedene Bereiche in der Haus­technik versorgt.

Durch den Systemaufbau als Zweikreis­Kühlsystem und die gewählten Tem- peraturen in den Netz­kreisen wird sicher­gestellt, dass gleich in beiden Berei- chen der Kühlenergieerzeugung überaus effiziente Energieeinsparmaßnahmen realisierbar sind.

Ein wesentlicher Ansatz findet sich im Bereich der Kühlwasserversorgung für die Formenkühlung. Üblicherweise wird das Kühlwasser für die Formenkühlung und den Haustechnikbereich über Kältemaschinen erzeugt. Um diese energieinten- sive Form der Kühlwassererzeugung so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten, hat man sich für den Einsatz von besonders energieeffizienten, wassergekühlten Kältemaschinen entschieden. Da man aber auch in diesem Bereich, nach einem energetisch optimierten Kältemaschinenbetrieb, weitere Energiesparpotenziale nutzen wollte, wurde für die Übergangs­ und Wintermonate eine Energiespar- schaltung zur Entlastung der Kältemaschinen vorgesehen. Ein weiterer Bereich, der sich in idealer Weise für den erfolgreichen Einsatz von Energiespar- maßnahmen eignet, ist die Maschinenkühlung. Hier lässt sich die eingesetzte Energie in den Übergangs­ und Wintermonaten durch Verwendung einer Wär- merückgewinnung gleich mehrfach nutzen.

ONI-Wärmetrafo - Hilti Bild 2
Pumpen Tankeinheit zur Kühlwasserversorgung der Spritzgieß- und Kältemaschinen mit Energieoptimierung durch eine Wärmerückgewinnung

Kältemaschinenbetrieb auf Minimalniveau
Für die Kühlung der Spritzgießformen wird ganzjährig Kühlwasser mit einer Vorlauftempe­ratur von zirka 12 °C bei höchstmöglicher Ver­sorgungssicherheit benötigt. Zur Erzeugung des Kühlwassers werden heute noch in vielen Fällen über das gesamte Jahr elektrisch ange­triebene Kältemaschinen eingesetzt, was zu erheblichen Kostenbelastungen durch einen hohen Stromverbrauch führt. Zu- dem übertreffen die Betriebskosten für ein Kühlsystem die Anschaffungskosten der Anlage über die Nutzungsdauer um ein Vielfaches. Berücksichtigt man dazu selbst einen nur moderaten Preisanstieg für Primärenergieträger, so wird der Energiekostenanteil an den Gesamtkosten zu einem wesentlichen und ernst- zunehmenden Faktor. Um dieser Problemstellung wirksam zu begegnen, wurde durch die Projektverantwortlichen von Hilti von vornherein die Forderung nach einer besonders energieeffizienten Kühlwassererzeugung vorgegeben.

Aus diesem Grund fiel die Entscheidung für eine Systemlösung, die von Haus aus besonders energiesparend ist und zudem weitestgehend auf den energie- intensiven Einsatz der Kältemaschinentechnik über das Jahr verzichtet. Zur Erzeugung des Kühlwassers für die Formen der Spritzgießmaschinen in Ner- singen wurden daher besonders energieeffiziente, wassergekühlte Kältemaschi- nen vorgesehen. Durch die wassergekühlte Ausführung der Maschinen wird ein extrem hoher Wirkungsgrad erzielt und damit ein sehr niedriger Energieverbrauch, auch bei permanentem Volllastbetrieb, sichergestellt. Die Kühlwasserversorgung der Kältemaschinenverflüssiger erfolgt über ein geschlosse­nes Rückkühlsystem, das als Verbundlösung auch die Kühlwasserversorgung für die Maschinenkühlung übernimmt.

Obwohl der Kältemaschinenbetrieb aus energetischer Sicht durch diese Aus- führungsvariante bereits optimiert wurde, wollte man den verbleibenden Ener- gieaufwand durch zusätzliche Maßnahmen auf ein wirtschaftlich vertretbares Maß reduzieren. Es sollte sichergestellt werden, dass die zum Einsatz kommende Systemtechnik dafür sorgt, dass sich der Kältemaschinenbetrieb weitestgehend auf die Sommermonate und einen kurzen Zeitraum in der Übergangszeit beschränkt. Das Kältemaschinensystem für den Werkzeugkreis wurde dazu mit einer so genannten ONI­Winterentlastung ausgerüstet. Diese Systemtechnik übernimmt in der Übergangs­ und Winterzeit anstelle der Kältemaschinen die Kühlwasserversorgung des Formenkühlkreises. Bei dieser Technik nutzt man die kostenlos verfügbare Umgebungsluft als Kühlmedium. Sobald sich mit der Außenluft die geforderte Kühlwassertemperatur bereitstellen lässt, werden die Kältemaschinen einfach abgestellt und verbrauchen keinen Strom mehr. Der elektrische Energieaufwand für die Winterentlastung reduziert sich dabei auf einen Wert von zirka zwei bis drei Prozent einer Kältemaschine. Dadurch wird über zirka 65 Prozent der Betriebszeit auf den Einsatz von Kältemaschinen verzichtet. Das spart sehr viel Energie und Geld ein.

Das dazugehörige Energiemanagement über­nimmt ein bei ONI entwickeltes, dynamisches Regelsystem mit energieoptimierender System­software. Damit wird zu jeder Zeit sichergestellt, dass die Kälteerzeugung mit einem niedrigst möglichen Energieaufwand betrieben wird. Darüber hinaus sorgt sie dafür, dass die Winterentlastung möglichst lange aktiv bleibt, weil jede Stunde, in der die Kältemaschine abgeschaltet bleibt, für den Betreiber bares Geld wert ist.

Mit der Kühlung kann kostenlos geheizt werden
Die Kunststoffverarbeitung ist von Haus aus überaus energieintensiv. Insoweit ist es verständlich und nachvollziehbar, wenn der Kunststoffverarbeiter seine Energiekosten so weit wie möglich reduzieren will. In idealer Weise gelingt das immer dann, wenn man in der Lage ist, zwingend notwendige Energiemengen gleich mehrfach nutzen zu können. Diesen optimalen Ansatz bietet die Kühl- energieversorgung der Spritzgießmaschinen bei Hilti in Nersingen.

Durch die Wärmeaustauschergeometrie der Ölkühler in den Spritzgießmaschi- nen konnte eine Kühlwassertemperaturspreizung von 33/38 °C gewählt werden. Diese, gegenüber einer Normalspreizung von 30/35 °C, erhöhte System- temperaturpaarung liefert gleich mehrere Vorteile. Zum einen wird die Kühl- wasserversorgung der Maschinen selbst bei höchsten Sommertemperaturen ohne Spitzenkühlung über Sekundärsysteme auskommen. Darüber hinaus liefert der Kühlwasserrücklauf mit einer Temperatur von 38 °C Abwärme aus den Maschinen, die sich über ein Wärmerückgewinnungssystem hervorragend für Heizzwecke nutzen lässt. Im konkreten Fall wird die Abwärme mit einer Leistung von zirka 1400 Kilowatt gleich für mehrere Einsatzbereiche genutzt. Dazu gehören Fußbodenheiz­ und Lüftungs­ beziehungsweise Luftheizsysteme für die Beheizung von Büro­und Sozialräumen sowie einem Logistikzentrum und dem Werkzeugbau. Dadurch wird Abwärme, die bisher kostenintensiv rückgekühlt werden musste, zu wertvoller Heizenergie, die Erdgas oder Heizöl ersetzt. In der Folge werden die Heizkosten um bis zu 95 Pro­zent reduziert.

Diese Niedertemperaturtechnik wartet zudem mit einem besonderen Vorteil in Bezug auf die Wärmeverteilung im Raum auf. Heizwärme, die von konventionellen Heizsystemen abgegeben wird, wandert naturbedingt auf dem kürzesten Weg an die Raum­ oder Hallendecke, wo man sie im Normalfall nicht haben will. Heiz- wärme auf Niedertemperaturbasis vermischt sich sehr viel schneller mit kühlerer Raumluft, so dass letztendlich die Heizwärme dorthin gelangt, wo man sie wirklich braucht.

ONI-Wärmetrafo - Hilti Bild 3
Frequenzgeregelte Pumpen stellen sicher, dass in jedem Betriebszustand die Kühlwasserversorgung mit möglichst wenig Energieaufwand realisiert wird.

Multieffekt pro Ökonomie und Ökologie
In kaum einem anderen Bereich wirkt sich die Umsetzung einer Energiespar- maßnahme so stark aus, wie in der Kühlwasserversorgung. Die richtige Wahl der Systemtechnik und der Temperaturspreizung sorgt bereits im Ansatz für niedrige Kosten in der primären Kühlwassererzeugung. Durch den Einsatz einer Wär- merückgewinnung werden die Heizkosten massiv gesenkt, weil kostenlose Ab- wärme teure Primärenergieträger wie Heizöl oder Erdgas ersetzt. Die Wärme- rückgewinnung sorgt gleichzeitig dafür, dass in der Zeit der Abwärmenutzung eine separate Rückkühlung des Kühlwassers entfällt. In gleichem Zuge entfallen natürlich die Kosten für die Rückkühlung. Durch den Einsatz besonders energieeffizienter Kältemaschinen und einer angelagerten Winterentlastung wird der Stromeinsatz für die Kaltwasserversorgung der Formkühlung auf einen Minimalwert gebracht.

In Summe führt die konsequente Umsetzung der von Hilti definierten Forderungen aber nicht nur dazu, dass der Energiekostenanteil auf ein Minimalmaß reduziert wird. Hilti setzt mit diesem von ONI­Fachleuten, im Team mit KTO­engineering und Hilti geplanten und realisierten Energiekonzept gleichzeitig Maßstäbe im Hinblick auf einen aktiven Umweltschutz. Ökonomie und Ökologie profitieren daher gerade in der Kunststoff verarbeitenden Industrie in idealer Weise vom Einsatz energiesparender Maßnahmen.


Spielend zum Energiesparerfolg
Mit der Entscheidung für eine offensive Energiesparpolitik hat man bei BRUDER die Weichen für eine nachhaltige Optimierung der Energiekos- tensituation gestellt.


ONI-Wärmetrafo - Bruder Bild 1
Haupteingang des Verwaltungsgebäudes von Bruder

Was lässt Kinderaugen glänzen und erwachsene Männer begeistert diskutieren? Diese Frage beantwortet sich von selbst, hat man die qualitativ hochwertigen Kunststoff-Spielzeuge aus dem Hause Bruder einmal live erlebt hat!  Mit an- spruchsvollen, pädagogisch wertvollen und qualitativ hochwertigen Spielgeräten ist die BRUDER Spielwaren GmbH&Co.KG aus Fürth in mehr als 70 Ländern der Welt erfolgreich. “Wir entwickeln und fertigen Produkte, die auf das besondere Erlebnis- und Lernbedürfnis von Kindern zugeschnitten sind. Mit unseren Spielgeräten und Spielzeugen dürfen Sie einerseits Kind sein, Träume leben und Spielspaß erleben. Andererseits sammeln sie spielerisch Eindrücke aus der Erwachsenenwelt, die als eine gute Basis für das spätere erwachsen werden, haften bleiben“, beschreibt der geschäftsführende Gesellschafter Heinz Bruder die Produktphilosophie des Hauses.

Entscheidende Faktoren für den langfristigen Unternehmenserfolg bei BRUDER sind ein richtiges Gespür für Marktentwicklungen, Innovationskraft, kunden- orientiertes Handeln, solides Wirtschaften und eine Unternehmensführung mit unternehmerischem Weitblick. Ein Faktor darin ist die konsequente Umsetzung einer Energiesparpolitik mit der man den steigenden Energiekostenbelastungen effektiv begegnet. Aktuell wurde die Kühlanlagentechnik für die stark gewachsene Kunststoffverarbeitung durch den Energiesparspezialisten ONI aus Lindlar er- weitert. Das neue Kühlanlagenkonzept besticht durch seine herausragende Energieeffizienz und Betriebssicherheit.

Zukunftsorientierte Erfolgsstrategie
1926 aus kleinsten Anfängen gestartet ist das Unternehmen BRUDER Spielwaren GmbH & Co.KG in Fürth heute eines der bedeutendsten Unternehmen weltweit, wenn es um qualitativ hochwertiges und pädagogisch wertvolles Spielzeug geht. Seit Jahrzehnten gelingt es Spielzeuge zu entwickeln, die Kindern Spielspaß bereiten, ihnen lange Zeit Freude machen, im Gebrauch sicher sind und gleichzeitig die geistige Entwicklung von Kindern fördern. Daraus resultiert die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, die sich bereits in der dritten Bruder Generation weiterschreibt. Die Produkte sind um den Globus herum bekannt und werden heute in 70 Länder der Welt geliefert.

Aber auch im Hinblick auf eine optimierte Energieeffizienz nimmt BRUDER unter den großen Kunststoffverarbeitern eine herausragende Position ein. So betreibt man seit Jahren eine offensive Energiesparpolitik. Vorausschauend begegnet man damit den auch weiterhin zu erwartenden, steigenden Energiepreisen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit  zu verbessern und dadurch die Marktposition wei- ter ausbauen zu können. Gleichzeitig will man aber auch zeigen, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Primärenergie sich nicht nur aus wirtschaftli- chen Gesichtspunkten lohnt, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zum aktiven Umweltschutz geleistet wird.

ONI-Wärmetrafo - Bruder Bild 2
Spritzerei Innenansicht

Energieoptimierung in zwei Kreisen
Bei BRUDER in Fürth ist die Produktion in zwei Bereiche aufgeteilt und wird über zwei getrennte Netze mit Kühlwasser angefahren. Für die Versorgung der Spritzgießmaschinen wird ein klassisches Zweikreis-Kühlsystem eingesetzt. Für den Bereich der Formenkühlung wird ganzjährig eine Kühlwassertemperatur von 12 °C bereitgestellt und für die Hydraulikölkühlung reicht im neu aufgebauten Kühlkreis, bedingt durch die gewählte Wärmeaustauschergeometrie, eine Kühl- wasser-Vorlauftemperatur von 35 °C aus. Durch den Systemaufbau als Zweikreis- Kühlsystem und die gewählten Temperaturen in den neuen Netzkreisen wird sichergestellt, dass gleich in beiden Bereichen der Kühlenergieerzeugung übe- raus effiziente Energieeinsparmaßnahmen realisierbar sind. Ein wesentlicher Ansatz findet sich im Bereich der Kühlwasserversorgung für die Formenkühlung. Üblicherweise wird das Kühlwasser für die Formenkühlung und den Haustech- nikbereich über Käl-temaschinen erzeugt. Um diese energieintensive Form der Kühlwassererzeugung so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten, hat man sich für den Einsatz von besonders energieeffizienten Kältemaschinen entschieden. Da man aber auch in diesem Bereich, nach einem energetisch optimierten Kälte- maschinenbetrieb, weitere Energiesparpotenziale nutzen wollte, wurde für die Übergangs- und Wintermonate eine Energiesparschaltung zur Entlastung der Kältemaschinen vorgesehen. Ein weiterer Bereich, der sich in idealer Weise für den erfolgreichen Einsatz von Energiesparmaßnahmen eignet, ist die Maschi- nenkühlung. Hier lässt sich die eingesetzte Energie in den Übergangs- und Wintermonaten durch Verwendung einer Wärmerückgewinnung gleich mehrfach nutzen.

ONI-Wärmetrafo - Bruder Bild 3
ONI-Kühlanlagenzentrale

Kältemaschinenbetrieb auf Minimalniveau
Für die Kühlung der Spritzgießformen wird ganzjährig Kühlwasser mit einer Vorlauftemperatur von ca. 12 °C, bei höchstmöglicher Versorgungssicherheit, benötigt. Zur Erzeugung des Kühlwassers werden heute noch in vielen Fällen über das gesamte Jahr elektrisch angetriebene Kältemaschinen eingesetzt, was zu erheblichen Kostenbelastungen durch einen hohen Stromverbrauch führt. Zudem übertreffen die Betriebskosten für ein Kühlsystem die Anschaffungskosten der Anlage über die Nutzungsdauer um ein Vielfaches. Berücksichtigt man dazu selbst einen nur moderaten Preisanstieg für Primärenergieträger, so wird der Ener- giekostenanteil an den Gesamtkosten zu einem wesentlichen und ernstzu- nehmenden Faktor. Um dieser Problemstellung wirksam zu begegnen, wurde durch die Projektverantwortlichen von BRUDER von vornherein die Forderung nach einer besonders energieeffizienten Kühlwassererzeugung vorgegeben. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung für eine Systemlösung, die von Haus aus besonders energiesparend ist und zudem weitestgehend auf den energie- intensiven Einsatz der Kältemaschi-nentechnik über das Jahr verzichtet.

Zur Erzeugung des Kühlwassers für die Formen der Spritzgießmaschinen in Fürth wurden daher besonders energieeffiziente Kältemaschinen vorgesehen. Durch diese Ausführung der Maschinen wird ein hoher Wirkungsgrad erzielt und damit ein sehr niedriger Energieverbrauch, auch bei permanentem Volllastbetrieb, si- chergestellt. Obwohl der Kältemaschinenbetrieb aus energetischer Sicht durch diese Ausführungsvariante bereits optimiert wurde, wollte man den verbleibenden Energieaufwand durch zusätzliche Maßnahmen auf ein wirtschaftlich vertretbares Maß reduziert. Es sollte sichergestellt werden, dass die zum Einsatz kommende Systemtechnik dafür sorgt, dass sich der Kältemaschinenbetrieb weitestgehend auf die Sommermonate und einen kurzen Zeitraum in der Übergangszeit beschränkt. Das Kältemaschinensystem für den Werkzeugkreis wurde dazu mit einer so genannten ONI-Winterentlastung ausgerüstet. Diese Systemtechnik übernimmt in der Übergangs- und Winterzeit anstelle der Kältemaschinen die Kühlwasserversorgung des Formenkühlkreises. Bei dieser Technik nutzt man die kostenlos verfügbare Umgebungsluft als Kühlmedium. Sobald sich mit der Außenluft die geforderte Kühlwassertemperatur bereitstellen lässt, werden die Kältemaschinen einfach abgestellt und verbrauchen keinen Strom mehr. Der elektrische Energieaufwand für die Winterentlastung reduziert sich dabei auf einen Wert von ca. 2-3 % einer Kältemaschine. Dadurch wird über ca. 65 % der Betriebszeit auf den Einsatz von Kältemaschinen verzichtet. Das spart sehr viel Energie und Geld ein.

Das dazugehörige Energiemanagement übernimmt ein bei ONI entwickeltes, dy- namisches Regelsystem mit energieoptimierender Systemsoftware. Damit wird zu jeder Zeit sichergestellt, dass die Kälteerzeugung mit einem niedrigst möglichen Energieaufwand betrieben wird. Darüber hinaus sorgt sie dafür, dass die Win- terentlastung möglichst lange aktiv bleibt, weil jede Stunde, in der die Käl- temaschine abgeschaltet bleibt, für den Betreiber bares Geld wert ist.

ONI-Wärmetrafo - Bruder Bild 4
Kältemaschinen im Außenbereich laufen nur im Sommer und einem Teil der Übergangszeit

Mit dem Kühlwasser heizen
Die Kunststoffverarbeitung ist von Haus aus überaus energieintensiv. Insoweit ist es verständlich und nachvollziehbar, wenn der Kunststoffverarbeiter seine Energiekosten so weit wie möglich re-duzieren will. In idealer Weise gelingt das immer dann, wenn man in der Lage ist, zwingend not-wendige Energiemengen gleich mehrfach nutzen zu können. Diesen optimalen Ansatz bietet die Kühlenergieversorgung der Spritzgießmaschinen bei der BRUDER Spielwaren GmbH & Co.KG in Fürth.

Durch die Wärmeaustauschergeometrie der Ölkühler in den Spritzgießmaschi- nen konnte eine Kühlwassertemperaturspreizung von 35/40 °C für den neu aufgebauten Kühlkreislauf gewählt werden. Diese, gegenüber einer Normal- spreizung von 30/35 °C, erhöhte Systemtemperaturpaarung liefert gleich meh- rere Vorteile. Zum einen wird die Kühlwasserversorgung der Maschinen selbst bei höchsten Sommertemperaturen ohne Spitzenkühlung über Sekundärsysteme auskommen. Darüber hinaus liefert der Kühlwasserrücklauf mit einer Temperatur von 40 °C Abwärme aus den Maschinen, die sich über ein Wärmerückge- winnungssystem hervorragend für Heizzwecke nutzen lässt. Im konkreten Fall wird die Abwärme mit einer Leistung von ca. 500 kW gleich für mehrere Einsatzbereiche genutzt. Dadurch wird Abwärme, die bisher kostenintensiv rückgekühlt werden musste, zu wertvoller Heizenergie, die Erdgas oder Heizöl ersetzt. In der Folge werden die Heizkosten massiv reduziert!

Diese Niedertemperaturtechnik wartet zudem mit einem besonderen Vorteil in Bezug auf die Wärmeverteilung im Raum auf. Heizwärme, die von konventio- nellen Heizsystemen abgegeben wird, wandert naturbedingt auf dem kürzesten Weg an die Raum- oder Hallendecke, wo man sie im Normalfall nicht haben will. Heizwärme auf Niedertemperaturbasis vermischt sich sehr viel schneller mit kühlerer Raumluft, so dass letztendlich die Heizwärme dorthin gelangt, wo man sie wirklich braucht.

Ökonomie und Ökologie im Einklang
In kaum einem anderen Bereich wirkt sich die Umsetzung einer Energie- sparmaßnahme so stark aus, wie in der Kühlwasserversorgung. Die richtige Wahl der Systemtechnik und der Temperatur-spreizung sorgt bereits im Ansatz für niedrige Kosten in der primären Kühlwassererzeugung. Durch den Einsatz einer Wärmerückgewinnung werden die Heizkosten massiv gesenkt, weil kos- tenlose Abwärme teure Primärenergieträger wie Heizöl oder Erdgas ersetzt. Die Wärmerückgewinnung sorgt gleichzeitig dafür, dass in der Zeit der Abwärme- nutzung eine separate Rückkühlung des Kühlwassers entfällt. In gleichem Zuge entfallen natürlich die Kosten für die Rückkühlung. Durch den Einsatz besonders energieeffizienter Kältemaschinen und einer angelagerten Winterentlastung wird der Stromeinsatz für die Kaltwasserversorgung der Formkühlung auf einen Minimalwert gebracht. In Summe führt die konsequente Umsetzung der von BRUDER definierten Forderungen aber nicht nur dazu, dass der Energie- kostenanteil auf ein Minimalmaß reduziert wird. BRUDER setzt mit diesem von ONI-Fachleuten geplanten und realisierten Energiekonzept gleichzeitig Maßstäbe im Hinblick auf einen aktiven Umweltschutz. Ökonomie und Ökologie profitieren daher gerade in der Kunststoffverarbeitenden Industrie in idealer Weise vom Einsatz energiesparender Maßnahmen. 

ONI-Wärmetrafo - Bruder Bild 5
Spritzerei Außenansicht


ONI - energiesparende und prozessoptimierende Systemlösungen für die Industrie
Seit nahezu drei Jahrzehnten setzen Kunden auf innovative Energiespartechnik aus dem Hause ONI. Mehr als 3600 zufriedene Kunden in über 60 Ländern der Welt schätzen heute die ONI-Systemtechnik. Der Kundenkreis reicht dabei vom kleinen, mittelständischen Unternehmen bis zum Weltkonzern. Angefangen hat alles mit einem System zur Wärmerückgewinnung von Abwärme aus hydrauli- schen Maschinen. Heute reicht das Produkt- und Leistungsspektrum von der Beratung und Planung bis zum schlüsselfertigen Bau komplexer, energieopti- mierter Anlagen in den Bereichen

• Kühlanlagen
• Kältetechnik
• Wärmerückgewinnung
• Maschinenoptimierung
• Werkzeugtemperierung
• Be- und Entlüftung
• Klimaanlagen
• Reinraumtechnik
• Druckluftversorgung
   
für die Branchenbereiche  Kunststoffindustrie, Metallverarbeitung, Metallbearbei- tung und -veredelung, Lebensmittelindustrie, Medizintechnik, Chemischen In. dustrie oder Automobil Zulieferer.

Der Leistungsbereich in der Kühlanlagentechnik reicht von 5 bis 150.000 kW.

“Unsere energiesparenden und umweltschonenden Systemlösungen leisten ei- nen wesentlichen Beitrag zur Senkung von Energiekosten und Umweltbelastun- gen in den Unternehmen, sowie zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden.“

Die Optimierung der Systemtechnik hinsichtlich Energieeinsparung und Umwelt- schutz steht immer im Vordergrund. Daher profitieren Ökonomie und Ökologie gleichermaßen von ONI-Systemlösungen.


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Besuchen Sie uns an der Swiss Plastics. Wir freuen uns auf Ihren Besuch  an unserem Stand (Halle 1, Stand C 1063).

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D-51789 Lindlar

Tel. + 49 (0) 2266 4748 - 0
Fax + 49 (0) 2266 3927

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